Aktuelle Termine & Preise

Hervorgehoben

Das Eltern- und Beziehungstraining findet jeweils freitags (17 – 21 Uhr) und samstags (9 – 17 Uhr) statt.

20. & 21.03.2020: im Zwergennest Tengern, Löhner Str. 186

15. & 16.05.2020: im Montessori Kinderhaus Brackwede, An der Rosenhöhe 23, 33647 Bielefeld

Weitere Termine auf Anfrage.

Preise pro Person und Wochenende (incl. Material) 60 – 80 € (je nach Teilnehmeranzahl).

Für weitere Informationen oder Teilnahmewunsch kontaktieren Sie mich gerne unter ehaubeck (at) gmx.net

Blitzlicht Januar 2020

Du und ich stehen in einer Beziehung zueinander, die ich sehr schätze.

Ich weiß, dass jeder von uns danach trachtet, seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Wenn du mich mit deinem Verhalten daran hinderst, meine Bedürfnisse zu befriedigen,
werde ich dir offen und ohne Vorwürfe sagen, wie mir zumute ist,
damit du allenfalls dein Verhalten verändern kannst.
Und ich vertraue darauf, dass auch du mir sagst,
wenn du dich durch mein Verhalten gehindert fühlst, deine Bedürfnisse zu befriedigen

Wenn wir einen Konflikt haben, werden wir gemeinsam nach Lösungen suchen,
die die Bedürfnisse aller beteiligten so befriedigen, dass es weder Gewinner noch Verlierer gibt

Wenn du Probleme hast, deine Bedürfnisse zu befriedigen,
werde ich dir annehmend und verständnisvoll zuhören,
um es dir auf diese Art zu ermöglichen, Lösungen zu entdecken,
die dir gemäß sind, anstatt dir meine Lösung aufzudrängen.
Und ich hoffe, dass du mir auch auf diese Art zuhörst, wenn mich etwas beschäftigt

So kann sich jeder von uns entfalten und das werden, wozu er fähig ist.
Und wir können eine zufriedene, von Respekt, Freundschaft und Liebe getragene Beziehung zueinander haben.

Thomas Gordon, Credo für meine Beziehung zum anderen

Blitzlicht März 2019

Es gab Zeiten, da klebten auf einigen Autos die Aufkleber mit der Frage: „Hast du heute schon dein Kind gelobt?“ Das war nahezu revolutionär, ging man doch eher davon aus, dass Kinder zu funktionieren hatten und Lob äußerst selten – oder gar nicht – ausgesprochen wurde. In diesem Sinne war es sicher gut, Kinder zu loben, ihnen etwas Positives zu sagen, wenn sie ein wünschenswertes Verhalten zeigten.

Heute sind wir oft nicht mehr sparsam mit dem Lob.

„Du hast das toll gemalt“ sagen wir schnell, wenn wir ein Bild vorgehalten bekommen, obwohl es vielleicht im Schnellverfahren erstellt wurde und mein Kind schon ganz anders malen kann.

„Du bist heute viel selber gelaufen“, sagen wir, um das Kind zu motivieren, dass es das die nächsten Male auch tut.

„Du hast das Puzzle ganz alleine geschafft“, obwohl das Kind diese Leistung schon mehrfach gebracht hat.

Kinder spüren oft sehr genau, ob ein Lob ihnen zusteht oder ob es echt ist. Will der Erwachsene, dass ich mit dem Lob eine bestimmte Verhaltensweise wiederhole oder lobt er mich, damit ich wieder gehe und weiter male, ohne dass er sich Zeit nimmt für mein Bild?

„Kinder haben kein Bedürfnis, Lob zu bekommen. Sie haben das Bedürfnis, gesehen und anerkannt zu werden“, sagt Jesper Juul, der dänische Familientherapeut.

Wenn ich diese Aussage ernst nehme, könnte ich sagen:

„Ich überlege gerade, was du wohl malen wolltest. Kannst du mir etwas dazu sagen?“

„Ich bin richtig froh, dass du heute soviel alleine gelaufen bist. Jetzt bin ich gar nicht so schlapp, weil ich dich nicht tragen musste.“

„Du hast dieses Puzzle mit 36 Teilen schon oft alleine geschafft, obwohl es ganz schön schwer ist. Möchtest du vielleicht mal eines mit 40 Teilen versuchen?“

Wenn ich so mit meinem Kind rede, fühlt es sich ernst genommen, gesehen und anerkannt.

Blitzlicht Januar 2019

„Spielst du mit mir Schuhräuber?“ fragt mein dreijähriges Enkelkind.

Schuhräuber spielen, d.h., ich gehe im Raum herum, und er versucht, mir einen Schuh weg zu nehmen. Ich lasse es zu, dass er einen bekommt, und er lacht laut und läuft weg. Natürlich muss ich hinterher und versuchen, meinen Schuh wieder zu bekommen, und dann geht es wieder von vorne los.

„Kissenschlacht“ ist ein ähnliches Spiel, bei dem ich, wenn er mich mit einem Kissen trifft, umfalle. Auch das löst bei ihm jedes Mal große Freude aus.

Diese Art Spiele gehören zu den „Bindungsspielen“. Aletha J. Solter hat ihnen ein sehr lesenswertes Buch gewidmet. Es heißt

„Spielen schafft Nähe – Nähe löst Konflikte“ (Kösel Verlag).

Die oben von mir beschriebenen Spiele gehören zu den „Machtumkehrspielen“. Wir erwarten sehr häufig von unseren Kindern, dass sie kooperieren, sich unseren Zeitplänen anpassen und das ist nicht immer so einfach für sie. Darum tut es ihnen gut, wenn sie einmal die „Fäden in der Hand“ haben und die Eltern vorgeben, schwach, ängstlich, begriffsstutzig usw. zu sein.

Nach Solter gehören zu den Bindungsspielen, außer den „Machtumkehrspielen“ u.a. auch „Trennungsspiele“, „Nonsensspiele“, „Symbolspiele“, „Imitationsspiele“, „Regressionsspiele“ und „Kontingenzspiele“.

Für alle Eltern, die ihre Kinder besser verstehen wollen, ihnen eventuell in Konfliktsituationen helfen wollen und die Bindung vertiefen wollen, bietet dieses Buch zahlreiche Spielideen.

https://www.randomhouse.de/Suche.rhd?searchText=Spielen+schafft+N%C3%A4he+-+N%C3%A4he+l%C3%B6st+Konflikte

Blitzlicht Dezember 2018

Ich gehe davon aus, dass wir Eltern unsere Kinder lieben. Wir äußern das auch oft so: „Ich hab dich lieb“. Aber es gibt auch Tage, da läuft nicht alles so, wie es sollte, es gibt viel Tränen, wenig Übereinstimmung des Kindes mit dem Willen der Eltern und damit ist oft auch noch Stress verbunden.

Und deshalb ist es wichtig, sich spätestens am Ende des Tages folgende Frage zu stellen:

Woran hat mein Kind heute gemerkt, dass ich es liebe?

Und wir lassen den Tag noch mal an uns vorbei ziehen: Wo hat sich meine Liebe geäußert in Gesten, einem zärtlichen Blick, einem Kosewort oder einer liebevollen Umarmung? Denn sie übermitteln das, was Kinder so dringend brauchen: Zuneigung, Sicherheit und Annahme, „Ich mag dich so, wie du bist“.